Am Samstag kam es zur Neuauflage des letzten Nordpokalfinale zwischen den gastgebenden Biederitzerinnen und den Barleberinnen Damen, die in der Vorwoche noch mit ihrem #sechserpack gegen den Meisterfavoriten vom BSV aufhorchen ließen.

Und genau das war Ansatzpunkt für diese Partie. Ein tolles Spiel, eine tolle Moral und ein ebenso gutes Ergebnis trotz Niederlage, galt es, aus den Kopf zu bekommen und sich nun auf den neuen Gegner einzustellen. Was anfangs noch ganz gut klappte, versagte dann schon nach 7 Minuten. 2 unnötige Abspielfehler im Spielaufbau, nahezu identisch, ermöglichte den Eiche-Spielerinnen einfache Tore und eine 7:3 Führung. Diese Führung schwankte bis zur Pause zwischen 4 und 6 Toren. Die Barleberinnen hatten im ersten Abschnitt nur zu selten die Zügel des Handelns in der Hand und waren in der Deckung immer einen Schritt zu langsam, um die Durchbrüche von Hesse und Witte zu verhindern. Glücklicherweise hielten die Torfrauen des BHC die Mannschaft durch einige Paraden noch im Spiel, sodass man sich lediglich mit 5-Toren Rückstand in die Pause begab.

Der immer wiederkehrende Appell, sich zu konzentrieren gelang mit Beginn der 2. Halbzeit noch nicht wirklich. Binnen weniger Minuten zog der Nordcupsieger auf 9 Tore (24:15) davon. Doch die Barleberinnen schienen sich plötzlich wieder an den Willen zu erinnern, der in jeder einzelnen steckte. Durch kleinere Justierungen in der Deckung und mehr Konsequenz im Angriff schaffte es die BHC-Mannschaft nun, den Rückstand langsam aber sicher zu egalisieren. Bei 25:21 in der 46. Minute war man endlich wieder in Schlagdistanz. Doch irgendetwas fehlte, um das Spiel zu drehen. Josephine Fleischer sprach es dann nach dem Spiel aus. "Wo waren eure Emotionen? Wo war euer Biss?" Genau das war es, was fehlte. Zwar zeigten die Randmagdeburgerinnen eine kämpferisch gute Leistung im 2. Abschnitt, ließen aber in der "CrunchTime" eben den notwendigen Biss vermissen, um am Ende das Spiel doch noch zu drehen. Am Ende musste man sich mit 32:27 geschlagen geben. Eine durchaus verdiente Niederlage, die allerdings hätte vermieden werden können. Phasenweise im ersten Abschnitt, und über weite Strecken im Schlussdurchgang war es ein Duell auf Augenhöhe, das keinen Sieger verdient gehabt hätte, wäre man im ersten Abschnitt wacher gewesen. Aber so setzen sich die Biederitzerinnen erneut durch und zementieren ihren Platz hinter dem BSV. Für die Barleberinnen heißt es nun erneut 3 Wochen Pause bis zum nächsten Spiel. Erst am 01.12. geht es gegen die 2. Damen von TuS Magdeburg weiter.

BHC: Lindau (3/4), Brinkmann - Bortfeldt 7 (2/3), Drischmann 1, Gabriel 1, Bogdahn 5, Osterburg 2, Schmidt 9 (2/2), Breustedt (0/1), Blume 1, Kobilke, Isensee 1, Feige