Am 1. Dezembersonntag ging es für die Damen des Barleber HC zum Auswärtsspiel in die Magdeburger Neustadt. In der letzten Saison setzte man sich beim Auswärtsspiel nur knapp mit einem Tor durch. Dies sollte am kalten Sonntagmittag nicht erneut geschehen.

Zwar musste man auf Breustedt, Muth und Bortfeldt verzichten, konnte ansonsten aber aus dem Vollen schöpfen. Leider waren mit Uniewski und Schmidt 2 angeschlagene Spielerinnen dabei, sodass es mit den Wechselmöglichkeiten schon wieder überschaubarer wurde. Dennoch wollte man von Beginn an den Ton angeben und sich über sicheren und einfachen Dinge im Angriff Tor um Tor absetzen, um nicht selbst einen Rückstand hinterherrennen zu müssen. Nach 2 Minuten erzielte Schaarschmidt über die Linksaußenposition die 1:0 Führung, die bis zum Ende bestand hatte. Christin Köhler, mit 6 Treffern die erfolgreichste Schützin am heutigen Tage, konnte den Ausgleich zum 1:1 erzielen, danach bestimmten aber die Gäste das Spiel.

Tor um Tor, aber immer noch sehr zurückhaltend gelang es, die Führung auszubauen. Nach 11 Minuten und einem 2:3 sah man, dass es erstmal ein Geduldsspiel wird. Doch die Barleberinnen zeigten Geduld und wurden dafür belohnt. Aus einer sicheren Deckung und starken Torfrauen, wurde die Führung Stück für Stück erhöht. Bei 4:9 betrug der Vorsprung erstmalig 5 Tore. Die Barleberinnen nahmen dann, warum auch immer, etwas vom Tempo weg, was die TuS-Damen nutzten und weiter gegenhielten. Erst in den letzten 5 Minuten der 1. Halbzeit gelang es, das Tempo wieder anzuziehen und den Pausenstand von 13:7 zu erzielen.

6-Tore Vorsprung gab es zuletzt bei den Auswärtspartien in Solpke und gegen die eigene 2. Vertretung. Am Ende wurden diese Spiele deutlich gewonnen, da man auch im 2. Abschnitt nicht nachgelassen hat. Und genau das sollte auch dieses Mal das Ziel sein.

Und das gelang die ersten Minuten sehr gut. Aus 6 Toren wurden langsam aber sicher 10 Tore gemacht. 20:10, bei noch 15 Minuten Spielzeit. Der Drops schien gelutscht zu sein. Doch wie es nun mal so ist, wenn es läuft, man muss es laufen lassen. Aus unerklärlichen Gründen stellten die Gäste die Abwehrarbeit ein und scheiterten im Angriff nunmehr auch noch an den Nerven und dem Aluminium. 2 Minuten vor dem Ende sah man auf der Anzeigetafel nur noch ein 24:20. Aber 4 Tore in 2 Minuten sollten dennoch reichen. Dann plötzlich der Schock. Das Kampfgericht hat sich verdrückt. Es stand in Wirklichkeit nur noch 23:21 für die Barleberinnen. Auf beiden Seiten brach Hektik aus. Die Barleberinnen wollten die sicher geglaubten Punkte nicht hergeben und die "TuSsies" wollten sich natürlich für die Aufholjagd belohnen. Der Anschlusstreffer zum 22:23 dann 37 Sekunden vor dem Ende. Offene Manndeckung der Gastgeberinnen, doch nochmal Time-Out der Gäste bei noch 20 Sekunden Spielzeit. Die Ansage war klar. Freilaufen ohne Ball, um gar keinen Preis den Ball verlieren. Steffi Blume zog dann 6 Sekunden vor dem Schlusspfiff nochmal Richtung Tor und wurde leider durch eine unglückliche Abwehraktion mit einem Schlag ins Gesicht gestoppt. Direkte Disqualifikation für Köhler, doch der regelkonforme Strafwurf blieb aus. Somit mussten die Gäste noch einmal ein paar Sekunden runterspielen, was sie dann ohne Ballverlust auch taten.
Am Ende hatten sie dann tatsächlich Glück den Doppelgewinn zu erzielen. Noch immer ist unklar, warum die Barleberinnen nach einer 10-Tore Führung so einbrechen und am Ende auch noch um den Sieg bangen müssen. Dies gilt es aufzuarbeiten. In 2 Wochen kommt es zum Abschluss der Hinrunde mit dem Spiel gegen die Damen des MSV90, die bisher eine ordentliche Saison spielen und mit 8:4 Punkten direkt vor den Barleberinnen stehen.

Nach dem Spiel verabschiedete sich Lisa Osterburg mit der ein oder anderen Träne aus beruflichen und familiären Gründen aus dem aktiven Spielgeschehen bei der Mannschaft. Wir wünschen Lisa für die Zukunft alles Gute und hoffen, sie als Fan, aber auch als "Not am Mann" immer mal wieder in der Halle anzutreffen.

BHC: Lindau (0/1), Brinkmann - Gabriel 3 (1/2), Schaarschmidt 2, Bogdahn 5, Osterburg (0/1), Schmidt 2 (1/1), Blume 5, Uniewski 2, Kobilke 3 (0/1), Feige 1