Zum Auftakt in das Jahr 2020 bekamen die Damen des Barleber HC mit dem ewigen Kontrahenten des Fermersleber SV zu tun. In der letzten Saison konnte man gegen die FSV-Spielerinnen lediglich einen Punkt erzielen. Dies sollte mit dem neuen Jahr und neuem Mut anders werden.

Die Barleberinnen starteten wie schon im Spiel gegen den MSV sehr zielstrebig. Zwar konnte die Toptorschützin der Liga, Lisa Grunert, das erste Tor der Partie erzielen, doch dies war die einzige Führung der Gäste am heutigen Tage. Mit 4 schnellen Toren und aus einer sicheren Abwehr heraus, wurde das Boot wieder in sichere Fahrwinde gestellt. Erneut musste der Gast, wie auch schon der MSV, eine frühe Auszeit nehmen. Nach 12 Minuten und einer 7:2-Führung lief wieder alles für die Gastgeberinnen. Diese 5-Tore Führung wurde nun bis zum 14:9 zur Pause kontrolliert. Den Fermersleberinnen fiel wenig Zählbares ein, um den Rückstand zu verringern. Die Barleberinnen hingegen, konnten über eine bewegliche Deckung und einigen Steals immer wieder selbst belohnen.

In der Pause übernahmen dann die Spielerinnen selbst die Ansprache. Trainer Marco Lindau hatte dem wenig hinzuzusetzen. Und scheinbar war dies auch mal ganz gut. Der Input muss nicht immer von Außen kommen.
Kontinuierliche erhöhten die Barleberinnnen den Vorsprung, wobei man aber erneut mit besserer Chancenverwertung den Sack schon viel eher zumachen hätte können. Nach 43 Minuten erzielte Anika Bortfeldt bereits ihren 11. Treffer zum 21:14. 7 Tore-Führung hießen Gevatter Schlendrian willkommen. Mit 4 Toren in 3 Minuten gelang es den Gästen wieder Anschluss zu finden. Prompt kam die heimische Auszeit, um allen noch einmal die nötige Pause zu geben. Doch die FSV-Spielerinnen ließen nicht locker und verkürzten auf 21:19. Plötzlich war viel Hektik in der Halle. Doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht beirren. Selbst ein verworfener Siebenmeter brachte das Boot nicht zum Kentern. Am Ende setzen sich völlig verdient die Barleber Damen mit 26:21 gegen einen starken Gegner aus Magdeburg durch.

Garant des Spiels war es, Lisa Grunert bei nur einem Feldtor zu halten, sowie schnell umzuschalten und die einfachen Tore zu machen. Mit mehr Kaltschnäuzigkeit wäre hier früher ein klareres Ergebnis möglich gewesen. Anika Bortfeldt verdient sich ein Sonderlob. 6 von 7 Strafwürfen verwandelt, sowie 5 Tore aus dem Spiel heraus. 11 Tore, sagt sie, hat sie zuletzt in der Jugend als Rückraumspieler erzielt. "Mir ist aber wichtig, dass wir 2 Punkte geholt haben. Es freut mich, dass ich dieses Mal etwas mehr dazu beitragen konnte." Korrekt ist, dass die Barleberinnen meist wenig Anspiele an den Kreis provozieren. So auch in diesem Spiel. Allerdings gehört es als Kreisspieler auch dazu, Abpraller zu sichern und diese dann zu verwerten. Und genau das ist es, was in diesem Spiel den Unterschied gemacht hat.

Mit nun 10:6 Punkten setzten sich die Barleberinnen im Kampf hinter den Medallienrängen fest. Der direkte Konkurrent aus Weferlingen wäre plamäßig als nächstes zu Gast in der Mittellandhölle. Doch das Spiel soll auf Wunsch der MTV-Spielerinnen verlegt werden. Somit geht es erst am 25.01. gegen MSV 90 weiter.

BHC: Lindau (5/7), Brinkmann - Bortfeldt 11 (6/7), Drischmann, Gabriel, Schaarschmidt 2, Muth, Schmidt 4, Breustedt 1, Blume 4, Uniewski 3, Kobilke 1