Am Samstag kam es zum Rückspiel in der Barleber Mittellandhölle gegen die Damen des HV Solpke/Mieste. Das Hinspiel gewannen die BHC-Spielerinnen deutlich mit 33:24. Garant damals war das schnelle Umschaltspiel, auf das es galt erneut aufzubauen. Die SoMi-Damen ließen aber in der Vorwoche aufhorchen. Mit 27:25 schickte die Mannschaft vom Trainergespann Lemme/Mewes die Biederitzerinnen wieder nach Hause.

Wie dieser Sieg zu Stande kam, da kräht am Ende keiner mehr nach. Die Barleberinnen, die durch das Trainerinnengespann Isensee/Lipkow vertreten wurden, waren also gewarnt.

Ziel war es, sich gegenseitig zu vertrauen. Von Beginn an keinen Zweifel aufkommen lassen, wer am Ende "Herrin des Hauses" ist. Doch die Gäste hatten anfangs noch was dagegen. Die Gastgeberinnen kamen sehr schwer in das Spiel. Schon jetzt gab es einige Abschlüsse, die überhastet oder ungenau waren. Nach 10 Minuten egalisierte man zwar die Führung der Gäste und ging selbst mit 4:3 in Front, aber war dies nicht den Ansprüchen entsprechend. Doch plötzlich legten die Barleberinnen einen Schalter um. Das Umschaltspiel klappte nun reibungslos und alle verstanden sich blind. So warfen sich die Heim-Sieben in einen kleinen Rausch und schraubten die Führung auf 8:3 hoch. Die Auszeit der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Bis zur Pause wurden diese 5 Tore dann verwaltet. Es war ein munterer letzter Abschnitt im ersten Durchgang. 17:11 zur Pause, allerdings mit Luft nach oben.

Die Pausenansprache des Trainerduos schien die richtigen Schalter gelegt zu haben. Nach 5 Minuten im 2. Abschnitt dann das 21:12 per Strafwurf. Der Drops war scheinbar gelutscht, aber die Solpkerinnen spielten einfach weiter und verkürzten zur 40. Minute wieder auf 21:15, ebenfalls per Strafwurf. In den letzten 20 Minuten holten sich die Barleberinnen dann das Selbstvertrauen, welches für die kommenden schweren Aufgaben nötig ist.

Am Ende siegen die Barleberinnen nie gefährdet mit 37:22 gegen eine Mannschaft des HV Solpke/Mieste, die zu keiner Zeit aufsteckte und das bestmögliche aus sich herausgeholt hat. Mit noch mehr Kaltschnäuzigkeit und Abschlussstärke, muss man aber auch festhalten, dass am Ende auch die 50 hätte auf der Anzeigetafel stehen können.  Bemerkenswert an dieser Stelle ist aber auch, dass dieses Frauenspiel ohne Zeitstrafe auskam.

In 2 Wochen heißt der Gegner nun, nach mehrmaligem Verlegen, SV Irxleben. Die Irxleberinnen sind aktuell das Zünglein an der Waage im Blick auf die Meisterschaft. Als einzige Mannschaft konnten sie dem designierten Meister vom BSV einen Punkt abluchsen. Mit ihren derzeit erst 8 Spielen stehen sie, wie auch der BSV, mit genau diesem einen Minuspunkt da. In der letzten Saison verlor man beide Spiele jeweils mit 5 Toren. Doch schaffen es die Barleberinnen, den Schwung der letzten 5 Spiele, welche allesamt gewonnen wurden, mitzunehmen, dann könnte man selbst ein Zünglein an der Waage im Blick auf die Meisterschaft sein. Zeitgleich kann man den Abstand zu Platz 3 weiter verringern und den Druck auf die Mannschaften aus Biederitz und Weferlingen erhöhen. Wer hätte das gedacht, dass man nach den ersten 5 Spielen überhaupt nochmal in Reichweite der Medallienränge kommt. Doch auch das Restprogramm hat es in sich. Mit dem BHC II, TuS II und FSV sind lediglich 3 einfachere Spiele, wenn man das so nennen kann, dabei. Alle anderen Spiele, sowie im Pokalviertelfinale, geht es gegen die Top5 der Liga.

BHC: Lindau (0/2), Brinkmann (0/2) - Bortfeldt 5, Gabriel 1 (1/2), Schaarschmidt 12, Bogdahn 9, Schmidt 4 (3/3), Breustedt, Blume 3, Uniewski 3, Kobilke, Feige