Im Viertelfinale des Nordpokals empfingen die Barleber Damen die Gäste vom MTV Weferlingen. Während die Gastgeberinnen mit einem Freilos gesegnet waren, mussten die MTV-Spielerinnen beim Diesdorfer SV in der ersten Runde antreten. Mit einem 35:22-Erfolg stellten die Diesdorfer nicht allzu viel Gegenwehr.

Barleben gegen Weferlingen. Dieses Duell gibt es schon ewig in der Nordliga der Frauen. Am ersten Spieltag gastierten die Barleberinnen noch in Weferlingen und verloren nach einer schlechten Leistung mit 16:23. Nicht nur, dass es dieses Mal das Pokalviertelfinale war, auch die Tatsache, dass die Mannschaft im Laufe der Saison zusammengewachsen ist, schwierige Situationen mit Bravour überstanden hat und zuletzt mit 6 Siegen in Siegen in Serie aufwartete. Diese Siegesserie wurde allerdings in der Vorwoche von der eigenen Zwooten überraschend unterbrochen (30:31). Doch jede Serie reißt einmal. Wichtig ist es, eine neue Serie zu starten. Und damit wollten die BHC-Spielerinnen direkt wieder starten.

Das Spiel begann allerdings mit einer etwa 10minütigen Abtastphase. Beiden Mannschaften schien bewusst zu sein, mit einer Niederlage ist der Traum vom Finale vorbei. Und so stand es nach 11 Minuten noch immer erst 3:3. In der Folge verzettelten sich die Barleberinnen in technische Fehler en gros. Die Weferlingerinnen nutzen dies nun, um sich erstmals auf 4 Tore (3:7) abzusetzen. In der Folge stabilisierten sich die Gastgeberinnen wieder, ohne dabei aber entscheidend Druck im Angriff aufzubauen, um den Rückstand zu egalisieren. Erst in den letzten 5 Minuten und einer funktionierenden Abwehrleistung gelang es, den Rückstand in eine Führung umzuwandeln. 13:12, wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff. Weferlingen versuchte nochmal, den Abschluss zu suchen, fand ihn auch und traf. Ärgerlich, da mit 2 Sekunden auf der Uhr nur dieser eine Wurf möglich gewesen wäre. Wieder verpassten die Barleberinnen, ein klassisches Stoppfoul zu setzen. Mit diesem Negativerlebnis ging es nun in die Pause.

Allen Beteiligten war klar, dass man den Gegner vom 9m fern halten muss, um die Abschlüsse zu unterbinden. Und im Angriff sollte die Leichtigkeit wieder her. Nicht der Gedanke an das Tor ist entscheidend, sondern wie man sich als nächstes den Ball holen kann um erneut erfolgreich zu sein.

Die ersten 10 Minuten verliefen offen. Die Führung wechselt stetig. Erst ab der 40. schafften die Gäste eine erneut 4 Tore Führung (18:22). Fortan schwankte dieser Rückstand zwischen 2 und 4 Toren. Allerdings 150 Sekunden vor dem Schluss schien das Spiel zu kippen. Mit dem Barleber Torerfolg zum 23:25 kam Hektik auf. Die Gastgeberinnen nahmen nun den Aufbau komplett aus dem Spiel, versuchten schnell wieder an den Ball zu gelangen um das Spiel zu drehen. Leider entschieden die Unparteiischen in den Schlusssekunden auf eine Zeitstrafe gegen den BHC, sowie entscheiden gleich zwei 50/50 Situation zu Ungunsten der Gastgeberinnen. Tja, dieses Mal Pech gehabt. Oft genug waren diese 50/50 Situationen im Laufe der Saison für die Barleberinnen entschieden wurden, heute leider nicht. Am Ende gewinnen die Damen des MTV Weferlingen in einer hart, aber fair geführten Begegnung mit 12 Zeitstrafen letztlich verdient mit 29:25. Im Halbfinale wartet nun der SV Irxleben.

Und die Barleberinnen? Die wollten eigentlich den Finaleinzug vom letzten Jahr wiederholen, scheiterten aber bereits im Viertelfinale. Nach nun zwei Niederlagen in Folge muss man eingestehen, dass die Personaldecke aktuell zu dünn ist und Ausfälle nicht vollends kompensiert werden können. "Einen Vorwurf kann ich der Mannschaft nur bedingt machen. Wir haben zwar starke Spieler, wenn aber jede 2. Position nicht durch die Stammkraft besetzt ist, dann muss man das Beste draus machen. Wir hätten gewinnen können, aber wir waren in der Deckung phasenweise zu passiv und in der Deckung fehlte dann einfach die Durchschlagskraft, die uns gegen Irxleben noch beflügelt hatte." resümierte Trainer Marco Lindau nach dem Spiel.

Für die Barleberinnen geht es in der Liga nun knüppeldick weiter. Erst zu Gast beim Ligaprimus BSV 93 Magdeburg, dann zu Hause gegen den ewigen Rivalen aus Biederitz. 2 Spiele, die sehr wahrscheinlich über die Saison entscheiden werden. Medaille oder nix heißt es nun.

BHC: Lindau (1/3), Brinkmann - Bortfeldt, Drischmann, Gabriel 2, Schaarschmidt 5, Bogdahn 8, Breustedt 4, Blume 4 (1/1), Uniewski 2