Am gestrigen Mittwoch kam es zum zweiten Testspiel während der Vorbereitungszeit. Bereits vor 2 Wochen testeten die ersten Damen des Barleber Handballclub gegen den Ligakontrahenten aus Weferlingen. Weferlingen, die in der Vorsaison sowohl in der Liga, als auch im Pokal stets die Oberhand behielten, mussten sich mit einer gemischten Mannschaften aus Frauen und A-Jugend am Ende deutlich mit 30:16 geschlagen geben.

Dieses Ergebnis spiegelt auch den Spielverlauf. Aus einer starken Deckung mit noch stärkeren Torfrauen, gelang es den Barleberinnen schnell, sich in Front zu setzen und das Ergebnis bei 3x 20 Minuten stetig auszubauen. Zu keinem Zeitpunkt war der Sieg in Gefahr. Was das Ergebnis als solches bedeutet, wird sich erst in wenigen Wochen zeigen, wenn es im Ligaalltag zum neuerlichen Aufeinandertreffen kommen wird.
Zum 2. und letzten Testspiel vor der Saison 2020/2021 begrüßten die Barleberinnen in der Mittellandhalle die 2. Mannschaft des FSV 1895 Magdeburg, welche in der 2. Nordliga auf Punktejagd gehen wird. Doch schnell erkannte man mit Anne Hoffmann und Alicia Reek, sowie Toptorschützin Lisa Grunert bekannte Gesichter. Aufgestockt mit Spielerinnen aus der Fermersleber A-Jugend geht also eine Mannschaft aus Routiniers und vielen jungen Talenten in den Kampf um Punkte in der 2. Nordliga. Bei den Barleberinnen gab es optisch 2 Veränderungen. Zum einen gab es dank vieler Sponsoren neue Trikots, die erstmalig getragen wurden, zum anderen steht nunmehr Sebastian Horn an der Seitenlinie der BHC-Frauen und leitet die Geschicke. Die Neuzugänge Gina Maria Kreglin und Nelly Pille kamen aus gesundheitlichen Gründen noch nicht zum Einsatz. Weitere Zu- oder Abgänge sind auf Seiten der Randmagdeburgerinnen - noch - nicht zu verzeichnen.

Das Spiel selbst war anfänglich geprägt von Barleber Ungenauigkeit, sowie schnellem Umschaltspiel der Gäste. Schnell setzten sich die Süd-Magdeburgerinnen mit 7:2 in Front, bedingt auch durch einige Paraden von Gina Lindau, die sich die Spielzeit mit ihrer Partnerin im Tor Sophie Brinkmann teilte, da die Fermersleberinnen ohne Torhüter anreisten. Nachdem sich die Gastgeberinnen auf die sehr offensive 4:2-Deckung eingestellt haben, kamen sie vermehrt zu einfachen Toren, sodass es nach den ersten 20 Minuten 11:12 für die Gäste stand.
Die kurze Pause nutzten alle, um ordentlich Luft zu holen. Krankheits- und Urlaubsbedingt stand Horn lediglich ein Wechselspieler zur Verfügung. Im 2. Abschnitt bekamen die Barleberinnen keinen Zugriff auf das Spiel. Weder im Angriff, der nun einer 5:1-Deckung gegenüberstand, noch in der eigenen Abwehr. Fehlende Absprache in der Abwehr, mangelnde Konzentration im Angriff, gepaart mit Spielsituationen, bei denen man sich meist für die falsche Richtung entschied. Mit zunehmender Spielzeit merkte man beiden Mannschaften allmählich auch den Kräfteverschleiß an. Während die Fermersleberinnen hier munter wechseln konnten, waren auf Seiten der Gastgeberinnen die Optionen sehr karg. Nachdem Kobilke verletzungsbedingt auch noch ausschied, mussten die verbliebenen 6 Feldspieler an die Grenzen gehen.
Was in den ersten 40 Minuten nicht gelang, klappte im letzten Drittel plötzlich wie selbstverständlich. Aus einem 19:23 Rückstand, drehten die Barleberinnen durch etliche Ballgewinne in der Deckung und schnellem Umschaltspiel, auch wenn hier nicht jeder Tempogegenstoßpass ankam, diese Testpartie am Ende auf einen 38:32 Sieg. Dies war in Anbetracht der anfänglichen Leistung so am Ende nicht zu erwarten. Doch zeigte es wieder einmal, dass die Barleberinnen in der "Crunch Time" wenn nötig, immer noch eine Schippe auflegen können.

Wir bedanken uns vielmals bei den Gästen aus Fermersleben, die kurz vor dem Saisonstart dieses Testspielangebot wahrgenommen haben. Wir wünschen euch alles Gute für die kommende Saison. Bestmögliche Erfolge und verletzungsfreie Spiele.

Für die Damen des Barleber HC startet die Nach-Corona-Saison am Samstag bei der 2. Mannschaft von TuS 1860 Magdeburg. Der Sieg im Test gibt Aufwind, doch gleichzeitig ist man gewarnt, kennt man diesen Gegner schließlich schon einige Jahre und weiß, dass man sich vor allem Auswärts, immer schwer getan hat. Wünschen wir uns das Beste.