Die Damen des Barleber HC starteten nach einer, in diesem Jahr doppelt so langen, Sommerpause, am 1. Spieltag mit einem Auswärtsspiel bei der 2. Mannschaft von TuS 1860 Magdeburg. In den letzten Jahren tat man sich mit der Spielweise der Neustädterinnen, vor allem auswärts, immer schwer. Darum galt - Quo Vadis - Wohin des Weges.

Neu-Trainer Sebastian Horn stellte die Mannschaft in den letzten Wochen neu ein, immer mit dem Ziel, die alte Barleber Routine, mit etwas Neuem zu mischen.

Und die Mannschaft verstand, was der Trainer wollte. Ein knallharter Abwehrriegel, gepaart mit einer guten Torhüterleistung, sowie blitzschnellem Umschaltspiel brachten die Gäste bereits nach 14 Minuten mit 10:0 in Front. Wenige Sekunden später erzielte Janine Modler vom Siebenmeterpunkt den ersten Treffer der TuSsies. Rechnet man diesen Wurf mit, gab die Heimmannschaft bis dahin aber auch nur 4 Würfe auf das Barleber Gehäuse ab. Mit diesem Vorsprung im Rücken, ließ es sich natürlich deutlich leichter und befreiter spielen. Die Spielzüge wurden nun, wenn es denn mal nicht zu einem Tempogegenstoß kam, durchgespielt. Doch wie das so ist, wenn man deutlich führt, ist man in den Abschlüssen nicht mehr ganz so konsequent, sodass bereits zur Pause einige 100%ige liegengelassen wurden. Doch mit 22:7 aus Sicht der Barleberinnen, war der Drops bereits gelutscht.

In der Pause wurde dennoch das Ziel vorgegeben, weiter konsequent zu arbeiten. Nicht nachlassen und den Vorsprung weiter ausbauen.
Doch die ersten 10 Minuten waren dann ein Spiel auf Augenhöhe, wobei die Barleberinnen das Tempo deutlich drosselten und den Vorsprung bei 12/13 Toren hielten. Erst im letzten Drittel, als die Kräfte der gastgebenden Magdeburgerinnen zunehmends schwanden, konnte der BHC-Zug wieder Fahrt aufnehmen und bei 31:14 erstmals auf 17 Tore vorlegen. Doch weiter ging es nicht. Die TuS-Damen hielten bis zum Schluss dagegen und erzielten wenige Sekunden vor dem Ende den Schlusstreffer zum 21:36. Die Barleberinnen feiern einen nie gefährdeten Auswärtssieg und zeigen zum Saisonbeginn ein Achtungszeichen im Kampf um die Medaillen.

Dennoch muss man in der Schlussbetrachtung festhalten, dass die 2. Hälfte nur Remis (14:14) ausgegangen ist. Bedingt durch die hohe Halbzeitführung fehlte im 2. Abschnitt einfach der Ehrgeiz, den Schritt weiter zu gehen. Auch die Kaltschnäuzigkeit vor des gegners Tor nahm deutlich ab. Nennenswert am Ende ist, dass alle Spielerinnen ihre Einsatzzeit bekamen. Die einen mehr, die anderen weniger. Doch nur als Mannschaft war es möglich, diesen Sieg in dieser Höhe einzufahren.

Am nächsten Woche gastieren die amtierenden Abbruch-Vizemeister in der Barleber Mittellandhölle. Beim letzten Aufeinandertreffen in Irxleben kamen die SVI-Damen mit 39:25 überraschend deutlich, dennoch verdient, unter die Räder. So darf es aus Sicht der Barleberinnen am Samstag um 16:30 gern erneut laufen. Dennoch darf man gespannt sein, wie sich das Irxleber Gesicht im Vergleich zur Vorsaison verändert hat.

BHC: Lindau (0/1), Brinkmann (2/3) - Bortfeldt 4 (2/3), Schaarschmidt 1, Bogdahn 7, Schmidt 10 (3/3), Breustedt 5 (1/1), Blume 2, Pille, Uniewski 6, Kobilke 1, Feige