Viele Fragezeichen standen den Barlebern nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben. Ist der Punkt durch das 30:30 gegen den MSV Börde nun als Punktverlust oder Punktgewinn zu sehen?

Dem Punktgewinn vorausgegangen war ein sehr intensives aber insgesamt fair geführtes Spiel beider Mannschaften.

Den besseren Start erwischten die Hausherren aus der Landeshauptstadt, die nach 15 Minuten mit 9:6 in Führung gingen. Barleben agierte in dieser Phase zu zaghaft und nicht gewillt. Da Barleben aus dieser Lethargie nicht herauskam, liefen sie konstant diesem Rückstand hinterher. Eine Auszeit von Trainer Wallwitz und die passenden Worte zeigten Wirkung. Im Angriff kam Barleben durch das Zusammenspiel zwischen Lehmann, Aring und Klinger immer wieder zu einfachen und sehenswerten Toren. Leider ließ die Abwehrarbeit nun doch sehr zu wünschen übrig und man ging mit einem Rückstand von 2 Toren in die Kabine (16:14).

Im zweiten Spielabschnitt wechselte die Führung dann ständig hin und her. Allerdings waren es jetzt meist Einzelaktionen, die zu Torerfolgen führten. Auch als der MSV mehrfach mit 2 Toren in Front gehen konnten, hatten die Gäste immer die passende Antwort. In den letzten 10 Minuten waren es Kirschstein und der sehr starke Hildebrandt mit ihren Toren, die Barleben auf die Siegerstraße zu bringen schienen. Nachdem May einen fälligen Strafwurf verwandelte, gelang es den Magdeburgern leider den letzten Angriff im Tor unterzubringen aber abermals Kirchstein behielt die Nerven und verwandelte den letzten Freiwurf.

Mit diesem Unentschieden erarbeitete sich Barleben einen wichtigen Punkt und erfüllt nun das vorgegebene Ziel von 10 Punkten, kann aber im letzten Punktspiel gegen BSV Magdeburg noch entscheidend in die Meisterschaft eingreifen.

Noch ein kleiner Seitenhieb am Rande: Nach dem Spiel waren sich die Spieler einig, hätte der Trainer ein höheres Ziel am Anfang der Saison ausgerufen, wäre auch mehr drin gewesen als die 10 Punkte auf der Habenseite. :-)

Für Barleben aktiv: Bertkow, Lange - Aring, Hildebrandt, Kirschstein, Klingler, May, Lehmann, Rodehau, Falk, Hächer, Schneickert