Der 23.11.2019 sollte ein historischer Tag in der Geschichte der 2. Männervertretung des Barleber HC werden. Allerdings bleibt an diesem Pokalspieltag das Wunder von Barleben aus und der Titelfavorit aus Magdeburg gewann souverän sein Auswärtsspiel. Aber der Reihe nach…

 Die Barleber begannen ihr Pokalspiel nach den Vorgaben des Trainergespanns Wallwitz/ Konrad/ Oeltzesehr mutig und versuchten ohne Nervosität aufzuspielen. Allerdings markierte der Favorit aus Magdeburg, angeführt durch den ehemaligen BHC-Spieler Tietzmann, die ersten Aktionen des Spiels. Bis zum 2:4 konnten die Barleber das Spiel bis zur 6. Minute noch ausgeglichen gestalten. Doch dann zog die Postvertretungnoch einmal das Spieltempo an und konnten über schnelle Gegenstöße den Barlebern einige Freibriefeeinwerfen. Über die Stationen 3:8 und 5:13bis zur 15. Minute bauten die Magdeburger ihren Vorsprung kontinuierlich aus und Wallwitz nahm die erste Auszeit der Partie. In der ersten Phase der ersten Hälfte war es vor Allem May, der durch seine wichtigen Tore die Barleber auf „Schlagdistanz“ halten konnte. Das Trainergespann appellierte in der Auszeit noch einmal die Fehler im Offensivspiel zu minimieren, um die Kontermöglichkeit der Gäste einzudämmen. In der Folge konnten die Gastgeber durch sehenswerte Tore durch Schmidt, Kirschstein und auch May den Abstand halten und so stand es in der 22. Minute 10:18. In den letzten Minuten der ersten Hälfte konnten die Posthandballer allerdings noch einmal über schnelle Konter und ein schnelles Tempospiel den Halbzeitstand auf 12:22 ausbauen. Lediglich Schneickert konnte mit einem sehenswerten Tor den letzten Treffer in der ersten Hälfte für Barleben erzielen. Zusammenfassend konnten die Barleber in der ersten Hälfte der Pokalpartie auf eine grundsolide Abwehrarbeit und Torhüterleistung zurückgreifen und den Posthandballern im Positionsspiel den ein oder anderen Ball abfangen. Leider vermochte es die Wallwitz-Sieben im Angriffsspiel nicht die Abwehr der Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. So konnten die Favoriten aus Magdeburg ihr Tempospiel immer wieder aufblitzen lassen und so die Barleberdurch einfach Tore überwinden.

Die Halbzeitansprache durch Wallwitz fiel durchaus zufrieden aus und er lobte die Abwehrleistung und wünschte der gesamten Mannschaft noch einmal eine schöne 2. Halbzeit, welche Sie genießen sollten. Lediglich die Leistung in der Rückwärtsbewegung und die fehlende Bereitschaft, in der Offensive in die Tiefe zu gehen, wurden vom Trainer moniert. Die zweite Halbzeit konnten die Gäste wieder durch ein schnelles Tor eröffnen. Im weiteren Verlauf des Spiels konnten die Barleber durch einen sehr gut agierenden Aring auf der Rückraummitteposition einige Angriffe ansehnlich und erfolgreich zu Ende führen. In der 39. Minute betrug der Zwischenstand noch 15:26 und die Barleber konnten bis dahin die zweite Hälfte ausgeglichen gestalten. Allerdings kam nun im letzten Drittel der Partie die schwächste Phase der zweiten Vertretung der Barleber. Die Wallwitz-Sieben konnte nun kaum noch eigene Akzente im Angriff setzen und die Magdeburger konnten nun ihre Stärken im Umkehrspiel vollends abrufen. So plätscherte das Spiel aus Barleber Sicht bis zum 17:37 in der 54. Minute vor sich hin. Mit jedem weiteren Konter der Gäste wurde die innere Unzufriedenheit der Barleberspürbarer und auch der Kräfteverschleiß wurde immer erkennbarer. In den letzten Minuten der Partie konnten die Barleber noch einmal durch die sehr starkaufspielenden Spieler May und Aring erfolgreich einnetzen und so den Endstand von 19:42 noch einmal marginal verschönern. Trotz dieser doch sehr hohen Niederlage haben die Barleber an diesem Pokalsamstag niemals vollends aufgesteckt und jeder Spieler hat bis zum Ende alles ihm Mögliche getan, um der Mannschaft zu helfen. Es haben wieder alle Spieler in diesem weitgehend fairen und fast freundschaftlichen Spiel ihre Anteile und konnten so Pokalspielerfahrungen sammeln. Am Ende muss man den Posthandballern einfach zu einer souveränen Leistung und dem Viertelfinaleinzug gratulieren und diese Mannschaftsleistung anerkennen. Die zweite Vertretung der Barleber wünscht den Siegern aus Magdeburg für den weiteren Saisonverlauf alles Gute und weiterhin viel Erfolg im Pokal.

Stimmen nach dem Spiel:

 Co-Trainer Oeltze:Wir haben nicht gerade unsere beste Leistung abgerufen, trotzdem bin ich stolz, dass die Jungs weitergekämpft haben. Ich weiß, dass der Ein oder Andere die Trainer Frage stellt, doch ich bin der Meinung, dass wir mit Markus den richtigen Trainer haben. Zudem möchte ich es mir auf diesem Weg auch nicht nehmen lassen, meinem Basti (Kapitän May) wieder für seine hervorragende Siebenmeterbilanz mit 4 aus 4 Würfen zu gratulieren. Damit ist er derzeit mit einer Quote von 100% führender in der Siebenmeterstatistik im Nordpokal.

 Trainer Wallwitz:Ich denke, wir können das Spiel unter die Kategorie: Übung macht den Meister abhaken. Post war uns in allen Belangen überlegen, bis auf das Äußere vielleicht. Dennoch haben wir uns ordentlich präsentiert und ein faires Pokalspiel abgeliefert. Glückwunsch an Post und viel Erfolg im weiteren Verlauf.

Barleber HC: Bertkow; LangeSchneickert (1); Aring(1); Falk; Hildebrandt (3); Kirschstein (3); Schmidt (3); Müller; Heike; Rodehau; Junghans; Hartzer; May (8)

Betreuer: Wallwitz; Oeltze; Konrad