Am zweiten Wochenendspiel der Barleber ging es nach Irxleben zum Kellerduell der Stadtliga.

In diesem prestigeträchtigen Derby ging es bei beiden Mannschaften darum, wie die Saison bis zu diesem Zeitpunkt zu bewerten ist. Und so begannen die Gäste aus Barleben mit „voller Kapelle“ und gehörigen Respekt die Partie.

Der Druck schien in den ersten Minuten die Barleber förmlich aufzufressen und so stand es nach 11 Minuten 4:2 für den SV Irxleben. Die Barleber schafften es einfach nicht, das Runde in das Eckige zu manövrieren und so sah sich Trainer Wallwitz bereits in der 13. Minute beim Stand von 5:2 gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. In der Folge konnten die Barleber dann endlich auch eigene Treffer durch den starken Schmidt und auch Falk erzielen. In der 24. Minute gelang Kapitän May dann endlich der ersehnte Ausgleich zum 7:7 durch einen Siebenmeter. Dieser resultierte aus einem überharten Einsteigen des gastgebenden Spielers gegen den agilen Aring im Tempogegenstoß. Diese führte, vielleicht etwas hart, zur Disqualifikation des betroffenen Spielers. Dadurch entstand auch ein kleines „Einbrechen“ der Irxleber, sodass die Zwoote bis zur Halbzeit den Spielstand auf 9:11 korrigieren konnten. Die Halbzeitansprache durch Wallwitz fiel sehr deutlich und fordernd auf, die eigenen Fehler abzustellen und endlich einmal Handball zu spielen. Wie bereits in den letzten Minuten der ersten Halbzeit agierten die Männer um Trainer Wallwitz nun mit einer offensiven Manndeckung gegen den spielmachenden Neuner der Heimmannschaft. Das stellte sich folgerichtig als ideale taktische Marschroute, um die Gäste zu Fehlwürfen und Ideenlosigkeit zu zwingen. Daraus resultierten einfache Tore durch den sehr stark aufspielenden May und den wurfgewaltigen Schmidt. Der weitere Spielverlauf lief deutlich zu Gunsten der Barleber. Erst erhielten die Irxleber ihre zweite Rote Karte der Partie durch ein überhartes Einsteigen und dann konnte die Zwoote über die Stationen 11:15 auf 12:17 davonziehen. Wer jetzt aber dachte, die Gäste hätten das Spiel jetzt in der eigenen Hand, sah sich geschnitten. Dadurch das die Barleber nun immer wieder die Halbpositionen der Irxleber förmlich passieren ließen, konnte die Heimsieben den Spielstand auf 15:18 verkürzen. Lediglich dem spielstarken Lange im Tor war es zu verdanken, dass die Mannen um Wallwitz das Spiel nicht vollends aus der Hand gaben. So konnten die Barleber in der Schlussviertelstunde noch einmal das schnelle Angriffsspiel forcieren und die Irxleber so mit einfachen Toren überwinden. In dieser Phase waren es vor allem die wichtigen Tore durch Kirschstein zum 18:22 und 18:23, die die Barleber auf die Siegerstraße führten. Über die Spielstände 20:25 und 21:27 durch den zwölffachen Torschützen May konnte eine Vorentscheidung in der 27. Minute erzielt werden. Leider gehörten die letzten Minuten der Partie den Irxlebern, welche durch einfache Tempogegenstöße und einfache Fehler der Barleber noch Ergebniskosmetik betreiben konnten. Der Endstand war ein, aus Sicht der Barleber, versöhnliches 27:24 gegen den direkten Tabellennachbarn.

Am Ende muss man den Barlebern sicherlich auch vorhalten, zwei anstrengende Spiele in 2 Tagen absolviert zu haben. Diese beiden Spiele haben zwei Gesichter der Barleber gezeigt, zu einem die kämpfende und nie aufsteckende Seite und zum anderen die sehr zögerlichen und fast apathischen Spielphasen der Zwooten. Wenn es den Männern gelingt, diese Phasen zu minimieren und sich auf die Stärken zu besinnen, wird es den Barlebern in naher Zukunft auch gelingen, noch zusätzliche Auswärtssiege einzufahren. Am Ende des Wochenendes bleibt ein sichtlich zufriedenes Trainergespann und eine mannschaftliche Geschlossenheit, die ihresgleichen sucht!

Stimmen nach dem Spiel:

Trainer Wallwitz: „Heute waren wir dran mit dem Sieg und wir haben es ins Ziel gebracht. Sicher war Luft nach oben, aber das ist nun manchmal so. Die Abwehr stand in der ersten Halbzeit sehr gut, wogegen der Angriff viel zu ungefährlich blieb. In der zweiten Halbzeit konnte besonders May viele starke Tore erzielen. Zusammen mit einem bärenstarken Mario im Tor, waren das heute unsere Sieggaranten. Danke auch an die vielen mitgereisten Fans, das hat mich persönlich sehr berührt und gefreut. Nun heißt es weiterarbeiten, um die nächsten Punkte einzufahren.“

Barleber HC: Lange – Schneickert; Aring; Kotte; Falk (1); Hildebrandt (4); Kirschstein (4); Mehlicke; Schmidt (6); Müller; Häfner; Rodehau; Hartzer; May (12)

Betreuer: Wallwitz, Heike, Oeltze, Wallwitz junior