In jeder Hinsicht ist die neue Saison für die „Zwoote“ ein Neubeginn. Nach einer zwangsläufigen halbjährlichen Unterbrechung durch die Corona-Pandemie und einem unerwarteten Trainerwechsel begannen die Männer der 2. Mannschaft am 24.08.2020 erstmals wieder das Handballtraining.

Im Zuge des BHC-Sommercamps diente die erste Trainingseinheit unter der Leitung des Neutrainers Gottschalk zur Bestandsaufnahme der noch vorhandenen handballerischen Grundfähigkeiten. Am Folgetag des Sommercamps gab es dann bereits ein erstes Testspiel zwischen der Ersten und „Zwooten“. Hier konnte sich Trainer Gottschalk ein genaues Bild über die spielerischen Fähigkeiten und den Trainingsstand der Männer machen. Bereits in der Vorbereitung konnte Athletik-Coach Konrad die Männer des BHC zu sportlichen Höchstleistungen trimmen. Der ein oder andere Spieler baute in dieser Zeit Muskelgruppen auf, die er wohl nie zu haben dachte. Aber nur durch diese intensiven Kraft- und Konditionseinheiten im Stadtpark konnten die Männer aus Barleben während der Corona-Pandemie ihre sportlichen Aktivitäten aufrechterhalten. Konditionell waren die Männer um Kapitän May daher jederzeit in der Lage, dass intensive und zu jederzeit faire Trainingsspiel am 25.08. nahezu ausgeglichen zu gestalten. Die 3-mal 20 Minuten spiegelten aber leider den erwarteten Spielablauf wieder. Den Männern um Kapitän May war es zwar jederzeit möglich, aus dem Rückraum oder dem Kreis über einfache Tore der jungen Truppe der Ersten Paroli zu bieten. Diese konnten aber immer wieder über das schnelle Spiel zu einfachen Toren zum Erfolg kommen. Letztlich waren es dann auch noch die quantitativen und qualitativ breiter aufgestellten Wechselmöglichkeiten der Männer um Häberer, welche den Ausschlag zum schlechteren Ausgang für die „Zwoote“ bedeuteten. Positiv hervorzuheben ist der „Neuanfang“ von Spieler Oeltze. Dieser hatte nach einer über einjährigen Leidenszeit durch einen Kreuzbandriss endlich wieder den Ball in den Händen. Er konnte sogar einen wuchtigen Wurf mit einem Treffer markieren und krönte somit eine sehr gute Leistung in seinem Comeback.

Oeltze nach dem Spiel: „Die schwere Verletzung (Kreuzbandriss, Meniskusriss) aus dem letzten Jahr hat mich sehr mitgenommen. Dass ich eine Saison pausieren musste, war sehr schwer für mich. Aber durch die gute Vorbereitung von unserem Athletiktrainer Karsten fühle ich mich auf einem guten Weg, die Mannschaft schnellstmöglich wieder zu unterstützen. Leider haben wir mit Wallwitz und Rodehau ein paar schwere Abgänge zu verkraften.“

Nach diesen Erkenntnissen aus den ersten Trainingseinheiten bleibt abzuwarten, wie sich die „Zwoote“ und auch die Erste in der kommenden Saison gegen andere Mannschaften behaupten können. Einzig negativ hervorzuheben ist die bisher doch recht magere Trainingsbeteiligung der Zweiten. Hier muss noch einmal ein „Ruck“ durch die Mannschaft gehen, damit alle an einem Strang ziehen und die letzten wenigen Trainingseinheiten vor dem ersten Saisonspiel am 26.09.20 sinnvoll genutzt werden können.

Statement Trainer Gottschalk: „Zunächst einmal möchte ich mich bei Wally bedanken, dass er aus dem Haufen in den letzten Jahren eine großartige Truppe geformt hat. Mit dieser Mannschaft kann man alles schaffen. Ich wünsche Wally bei seinen neuen Aufgaben alles Gute. An dieser Stelle möchte ich auch Jörg danken, dass er sich die ganzen Jahre über in den Dienst der Mannschaft gestellt hat - die Tür zur Rückkehr steht jederzeit offen. Im Rahmen der gemeinsamen Vorbereitung konnten Kalle und ich uns bereits davon überzeugen, dass alle Teilnehmer (ob Erste, Zweite oder Frauen) nach dem Abbruch der letzten Saison wieder richtig Bock auf Gemeinschaft, Schweiß und Klister haben. Als Saisonziel möchte ich keinen Tabellenplatz, sondern vielmehr subjektivere Ziele ausgeben: Stärkung der mannschaftlichen Geschlossenheit und der Vereinszugehörigkeit, gegenseitiger Profit zwischen erster und zweiter Männermannschaft, Spielanteile in Abhängigkeit der Trainingseindrücke; um nur die Wichtigsten zu nennen.

Ich wünsche uns und allen BHC-Teams eine verletzungsfreie Saison.“

Kapitän May: „In meinen Augen stehen wir vor einem schweren Saisonstart. Gerade nach dem herben Verlust von Wally und Jörg. Sie haben unsere Mannschaft einfach super gecoacht und betreut. Gerade Wally wusste in vielen heiklen und spannenden Situationen immer eine richtige und clevere taktische Vorgabe. Danke hierfür noch einmal. Leider weiß keiner so richtig, woran man ist und was passiert, wenn es eine neue Welle von Ansteckungen gibt. Umso bemerkenswerter ist eigentlich die Vorbereitung gewesen, die alle super durchgezogen haben und die durch Karsten auch super organisiert wurde. In den ersten Einheiten mit dem Ball hat man den konditionellen Unterscheid zur Vorsaison schon sehen können. In erste Linie sollte das Ziel sein, verletzungsfrei durch die Saison zu kommen und vielleicht den ein oder anderen" Großen" der Liga zu ärgern. Ich denke, die Mannschaft weiß, nach den ersten Trainingseinheiten unter Neutrainer Gottschalk, wo sie steht und was der Coach für Schwerpunkte setzt. Ich persönlich freue mich auch, dass Mo aus seiner verletzungsbedingten Pause zurückgekehrt ist und uns weiterhin unterstützt. Mit ihm sind wir qualitativ noch besser aufgestellt. Es wird eine spannende Spielzeit, in vielerlei Hinsicht.“

Zum Schluss möchte die gesamte Mannschaft auch noch einmal an Ex-Trainer Wallwitz und Ex-Betreuer/Spieler Rodehau ein großes Dankeschön für die letzten schönen Jahre ausrichten. Beide hatten sich während der Corona-Krise dazu entschlossen, den BHC zu verlassen und sich anderen Aufgaben zu widmen. Hier wünscht euch die „Zwoote“ alles Gute und viel Erfolg!!! Aus internen Kreisen hat man bereits auch erste reumütige Worte von Wallwitz hören können, welcher seine Entscheidung mittlerweile gerne revidieren würde. Allerdings muss man auch in der Stadtliga klar das Leistungsprinzip hervorheben. Besonders Kapitän May wird Wallwitz in Erinnerung bleiben. „Mit ihm habe ich immer das Gefühl gehabt, dass der erste Wurf von uns rein geht. Einer der besten Kapitäne im Handball unter denen ich Trainer war. Diese Ehre mit ihm zu arbeiten, berührt mich noch heute.“ Zusammenfassung eines anonymen Interviews mit Wallwitz