Mit der Euphorie der Vorwoche wollten die Männer, um Trainer Gottschalk, den USC Magdeburg zum Wanken bringen. Die Mannschaft konnte auf eine volle Auswechselbank zurückgreifen und aus den Vollen schöpfen.

 Die ersten Spielminuten wurden durch die Barleber sehr ausgeglichen gestaltet. Das erste Tor konnte May, durch einen seiner 6 verwandelten 7 Meter, zur Führung erzielen. Die Barleber packten in der Abwehr energisch zu und im Angriff gab es einige schön herausgespielte Tore zu bestaunen. In der 9. Minuten konnten die Zuschauer ein starkes 4:4 bestaunen. Erst in der Folgekonnte sich der Gastgeber aus Magdeburg zu einem 6:1-Lauf auf 10:5 absetzen. Die Barleber warfen die Bälle förmlich dem Gegner in die Hände und machten es dem USC zu leicht, um einfache Tore zu erzielen. Bis zur Halbzeit konnten die Barleber den Abstand von 4 Toren bewahren und sich mit einem 14:10 in die Halbzeitpause retten.

 In der Halbzeitansprache wurden die Fehler und Unzulänglichkeiten angesprochen. Im Angriff sollte nun eine erhöhte Bereitschaft durch einfache Kombinationenerzwungen werden, um aus dem Rückraum Tore zu werfen. In der Abwehr wollte man nun über eine 5:1 Abwehr den Spielmacher des USC Magdeburg egalisieren und die Gastgeber zu Rückraum würfen zwingen. Gesagt getan: Die ersten beiden Tore des zweiten Durchgangs konnten die Barleber zum 14:12 erzielen. Leider wurde das Spiel in der Folge auf beiden Seiten durch die Schiris zur sehr beeinflusst. Zuallererstgelang über eine sehr sehenswerte Kombination von May und Oeltze ein wunderschönes Kempa-Tor zu erzielen. Doch leider wurde dies durch die Schiris zurückgepfiffen. Danach bekam Lange ein 2 Minutenstrafe wegen Meckerns und nur kurze Zeit später schienen die Schiris das Spiel völlig aus dem Ruder zu gleiten. Zwei Rote Karten auf der USC-Seite binnen weniger Augenblicke ermöglichten den Barlebern plötzlich die Chance auf eine Sensation. In der 52. Minute stand ein 20:19 auf der Anzeigetafel und das Spiel schien sich zu Gunsten der Gäste, um Trainer Gottschalk, zu drehen. Immer wiederkehrende Anspiele auf den Kreisspieler Ferchland schienen die Gastgeber nicht in den Griff zu bekommen. Leider konnten die Barleber in der Folge die Konzentration mit einer 4:2 Abwehr nicht hochhalten und luden den USC zu einfach Toren zum vorentscheidenden 23:19 ein. Diesen Vorsprung konnten der USC Magdeburg clever über die Zeit bringen und so stand am Ende eine verdiente 27:23 Niederlage des Barleber HC zu Buche.

 Zusammenfassend kann man resümieren: Die Zwootehat den Nimbus der Unbesiegbarkeit leider abgegeben. Jedoch erzielte man gegen einen Gegner, gegen diesen Man in der Vergangenheit deutliche Niederlagen einstecken musste, eine schmeichelhafte 4 Tore Niederlage. Die Ursachen dafür könnte man banal auf die fehlende Rückraumgefährlichkeit an diesem Samstagvormittag zurückführen. Die Barleber schafften es nahezu keinen Wurf aus über 9 Metern zu werfen. Hinzu kam die mangelnde Cleverness die Stärken des heutigen Spiels noch weiter auszureizen. 27 Toren gegen einen solchen Gegner zu erhalten, sind akzeptabel, jedoch sind 23 geworfene Tore einfach zu wenig. Ein Dank an dieser Stelle gilt es noch einmal den Spielern der ersten Mannschaft für Ihre Unterstützung.

Stimmen nach dem Spiel:

Kapitän May:Schade, dass wir uns nicht für unsere Leistung belohnt haben. In der ersten Halbzeit haben wir 5-6 schwache Minuten mit unnötigen technischen Fehlern, die USC zu schnellen Toren ausnutzt. Diese Hypothek nehmen wir dann mit in die zweite Halbzeit und schaffen es nicht, den Rückstand zu egalisieren. 23 Tore gegen einen Titelaspiranten sind zwar gut, reichen aber nicht, um heute was zählbares mitzunehmen. Ich denke einen Knacks im Spiel gab es auch, als unserem Mo dieses Weltklassetor weggepfiffen wurde. Man bedenke einfach, dass er von Woche zu Woche solche genialen Tore erzielt und dabei noch nicht bei 100% ist.

Torwart Lange: „Ich ärger mich noch immer über die vergebene Chance den USC heute zu schlagen. Meine eigene Leistung möchte ich eigentlich nicht bewerten, aber bei einigen Bällen muss ich einfach reaktionsschneller werden, um der Mannschaft in solchen engen Situationen zu helfen. Ich hoffe, unser Trainer Gotttschi haut am Dienstag noch einen Kasten Bier in die Runde für sein verspätetes Eintreffen zum Spiel. Das hat mich zu Beginn sehr verunsichert.“

 

Barleber HC: LangeSchneickert (1); Aring; Kotte (2);Oeltze (1); Kauffung; Wirth (2); Schmidt; Ferchland (5); Vogel; Junghans; Hartzer; May (12)

Betreuer: Gottschalk, Hildebrandt