Zum Rückrundenauftakt empfingen die Damen des Barleber HC den noch ungeschlagenen Tabellenführer vom Post SV. Mit 17:1 thronten die Postlerinnen ganz oben und schicken sich an, den Weg in die Sachsen-Anhalt-Liga zu nehmen.

Doch diesen einen Minuspunkt mussten die Postlerinnen im Hinspiel gegen die Barleberinnen hinnehmen. Ein Hinspiel, welches dem Hype und der Motivation, sowie auch der Anzahl seiner Zuschauer im restlichen Verlauf der Hinrunde seinesgleichen suchte. Doch leider fehlte nicht nur der Hype, sondern auch die Zuschauer und wohl auch der Wille, den Husarenstreich wiederholen zu wollen. Gleich 2 Rückschläge mussten die Gäste am Morgen vor dem Spiel verkraften. So meldeten sich mit Uniewski und Schaarschmidt gleich beide nominellen Linksaußen krankheitsbedingt ab. Auf diesem Wege schon mal gute Besserung. Auch musste Denise Lipkow das Abschlusstraining am Vortag vorzeitig mit einer Schulterverletzung beenden, stand aber für den Fall der Fälle im Kader. Danke hier an "Floh" vom Post SV für die physiotherapeutische Versorgung vor dem Spiel.

Nun zum Spiel. Trotz der fehlenden und angeschlagenen Spielerinnen wollten die BHC-Damen das Beste draus machen und an das Hinspielergebnis anknüpfen. Das einzige, woran anknüpfen konnte, war eine gute Abwehrleistung. Die torgefährlichste Spielerin der Liga, Anja Muth, fand so gut wie nie in eine gute Wurfposition. Sollte ihr dann doch mal das "Schussfeld" Richtung Tor gegeben gewesen sein, so konnte Gina Lindau im Gehäuse einige Catches verzeichnen. Doch leider schafften es die Gäste nicht, daraus einen Vorteil zu erzielen. Erst nach 7 Minuten konnte man erfolgreich einnetzen. Weitere 8 Minuten dauerte es zu Tor Nummer 2. Zu Viele Fehler im Spielaufbau, zu ideenlos wirkte der Angriff. Und wurde dann doch mal mit der letzten Konsequenz und Zielstrebigkeit gespielt, scheiterte man am Gehäuse der Postlerinnen oder einer gut aufgelegten Nadine Hünrichs. Die Führung des Tabellenführers pendelt zwischen 2 und 4 Toren hin und her, wobei die erste Hälfte sehr torarm ablief. Erst in den letzten 2 Minuten setzten sich die Gastgeberinnen durch 3 schnelle Tore etwas ab. Mit 11:6 ging es dann in die Pause.

11 Gegentore in 30 Minuten gegen den Spitzenreiter. Besser hätte es in der Abwehr nur bedingt laufen können. Doch 6 Tore auf der Habenseite sind einfach zu wenig um wieder für eine Überraschung sorgen zu können. Das Ziel war klar, wie so immer. 2 Gänge raufschalten, den Rückstand aufhalten und das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten.

Das Angriffsspiel funktionierte nun deutlich besser, wenn auch der Abschluss noch immer viel Luft nach oben ließ. Die Abwehr stand weiterhin gut, konnte sowohl die Würfe aus dem Rückraum unterbinden, als auch die Anspiele am Kreis so gut wie verhindern. Die Führung pendelte sich bei 5 bis 6 Toren. Immer wenn ein Hauch Hoffnung aufkam, wussten die Postlerinnen um ihre individuelle Stärke und stellten den alten Vorsprung wieder her. Das Spiel lief aus spielerischer Sicht ohne weitere Auffälligkeiten ab. Erst 3 Minuten vor Schluss schraubte der Tabellenführer das Ergebnis in die Höhe. Die Kraft war aufgebraucht, die Konzentration ließ nach. Am Ende gewinnen die Post-Damen mit 29:20 gegen eine Barleber Mannschaft, die vor allem im ersten Abschnitt nicht in das eigene Angriffsspiel gekommen ist und klare Tormöglichkeiten, sowie Strafwürfe auslies. 9 Tore Niederlage gegen eine Mannschaft, die ungeschlagen an der Tabellenspitze thront klingt fast nach einem Erfolg. Doch vom Spielverlauf her ist das Ergebnis 3 bis 4 Tore zu hoch ausgefallen. Rechnet man nun die vergebenen Strafwürfe und 1 oder 2 einfache Tore dazu, wäre ein Husarenstreich erneut möglich gewesen.

Doch lange Jammer gilt nicht. Am nächsten Samstag kommt es zum ersten von 3 wichtigen Spielen in den nächsten 3 Wochen. Die TuS-Damen gastieren am Samstag um 17:30 Uhr in der Mittellandhölle. Ein Spiel, das eine kleine Vorentscheidung im Abstiegskampf bedeuten könnte. Die TuS-Damen sind mit einer Niederlage gegen HSV und MSV in das neue Jahr gestartet. Vor allen die Niederlage gegen HSV überraschte, war die Reserve der SAL-Mannschaft bis dahin noch Punktfrei. Es gilt nun, gegen einen direkten Konkurrenten wieder zielstrebiger und mit deutlich mehr Kaltschnäuzigkeit zu agieren. Am 10.02. findet dann das Pokalhalbfinale in Haldensleben statt, bevor es dann am 23.02. gegen den FSV Magdeburg geht. 3 Spiele, 3 Siege, Minimalziel Nichtabstieg und Pokalhalbfinale sind quasi greifbar nah. Die Rechnung kann manchmal so einfach sein.

BHC: Lindau, Mölle - Lipkow, Huchel, Gabriel (1/0), Muth (1), Bogdahn (5), Brinkmann, Schmidt (2), Breustedt (4/3), Blume (4), Kobilke (0/0), Feige, Woyke (3/1)