Zum vorletzten Spiel der Nordligasaison gastierten die Barleberinnen bei den jungen Damen des MSV 90. Das Hinspiel verlor man zu Saisonbeginn noch recht unglücklich mit 24:25.

Das Rückspiel und zeitgleich das Finale um den letzten Abstiegsplatz, im Fernduell mit dem HSV II, wollten die BHC-Spielerinnen unbedingt gewinnen.

Mit einer leicht variierten Deckung, um so einer der besten Torschützinnen der Liga, Kim Stang, frühzeitig zu stören, starteten die Gäste äußerst erfolgreich. Mit 3 Toren nach 3 Minuten, alle durch Stephanie Blume, setzte man sich schnell in Front. Doch in den folgenden 10 Minuten stockte das Angriffsspiel. Die Heimsieben hingegen stellte sich besser auf die Barleber Deckung ein und konnte nach 13 Minuten zum 3:3 ausgleichen. Doch bis zur Pause zogen die Barleberinnen vor allem das Tempo wieder merkbar an. Viele provozierte technische Fehler wurden durch schnelles Umschalten erfolgreich verwandelt. Schnell enteilten die Gäste auf 5 Tore (4:9 - 19.). Der Vorsprung wurde in den letzten Minuten bis zur Pause gut verwaltet. Die MSV-Damen kamen meist über die Außenpositionen, allen voran Jana Kaiser, zum Erfolg, die mit 8 Treffern am erfolgreichsten auf Seiten der 90erinnen war. Mit einem 13:10 aus Sicht der Gäste wurden die Seiten gewechselt.

In der Pause wurde nochmal auf die Wichtigkeit des Spiels hingewiesen, sowie an alle Spielerinnen appelliert, sich auf dem 3-Tore-Vorsprung nicht auszuruhen.

Der 2. Abschnitt gestaltete sich ähnlich erfolgreich, wie der erste begonnen hat. Einfache und provozierte Fehler bestraften die BHC-Spielerinnen eiskalt. Mitte des 2. Durchgangs fanden die MSV-Spielerinnen keine Mittel gegen einen immer besser funktionierenden Rückraum, allen voran Stefanie Schmidt, die in dieser Phase die Hälfte ihrer insgesamt 10 Tore erzielte. Der Vorsprung schwankte zwischen 5 und 7 Toren. Nach 53 Minuten und dem 25:17 für den Barleber HC, war das Spiel endgültig entschieden. In den letzten Minuten wurde dann auf Seiten der Gäste munter durchgewechselt, sodass beispielsweise Jasmin Damm zu ihrem ersten Einsatz in dieser Saison nach einer Kreuzbandverletzung kam. Am Ende konnte die Heimsieben noch einiges an Ergebniskosmetik betreiben, was einen kleinen Schönheitsfehler in einer sehr überzeugenden Leistung der Barleber-Damen darstellt. Am Ende setzt sich der BHC nie gefährdet mit 26:22 durch.

Durch diesen Sieg wollte man sich endgültig vom HSV II absetzen, doch widererwartend siegten auch die HSV-Damen gegen den neuen Nordligameister Post SV, bei dem die Luft nach einer langen Saison und dem bereits feststehenden Meistertitel raus zu sein scheint. Dennoch war nach dem vorletzten Auswärtsspiel der Saison die Freude groß. Nach vorliegenden Informationen wird nur der SV Oebisfelde II das Aufstiegsrecht in die 1. Nordliga der Frauen wahrnehmen, wodurch auch nur der letzte der Liga absteigen wird. Und dies sind bereits seit einigen Wochen die Damen des TuS 1860 Magdeburg II. Aber auch die "TuSsies" sind noch nicht definitiv abgestiegen. Bei einem Aufstieg der Post-Damen in die Sachsen-Anhalt-Liga, gibt es in dieser Saison keinen Regelabsteiger, da "von oben keiner runterkommt".

Die Barleberinnen können also nun völlig entspannt in das letzte Saisonspiel beim SV Eiche 05 Biederitz angehen. Doch zu entspannt sollte niemand sein, schließlich treffen beide Mannschaften am 18.05. im Finale des Nordpokals erneut aufeinander. "Karten auf den Tisch" oder "Scheiß auf die 2 Punkte" heißt es also im letzten Saisonspiel für beide Seiten. Man darf gespannt sein, was sich die Trainer einfallen lassen werden.

BHC: Lindau, Brinkmann, Mölle - Gabriel (2/0), Schaarschmidt, Muth (1), Osterburg (1), Schmidt (10/3), Blume (6), Uniewski (5), Damm, Kobilke (1), Feige