Am Herrentagssamstag lud Organisator und Trainer der Barleber Frauen zum 9. InsiderCup in die Sporthallen "Am Lorenzweg", der Heimspielstätte des Ligakonkurrenten Post SV Magdeburg.

Mit dem HSV Haldensleben, Magdeburger SV 90, sowie den Sachsen-Anhalt-Ligisten vom TSV Niederndodeleben, erwartete man gleich 3 Gegner, die einem nicht gänzlich unbekannt waren. Mit dem Ziel die Finalrunde der besten 8 Mannschaften zu erreichen, starteten die Barleberinnen mit dem Spiel gegen den HSV Haldensleben. Bei 12 Minuten Spielzeit galt es, von Beginn an wach zu sein und Vollgas zu geben. Und die Barleberinnen setzten dies gekonnt um. Mit der ersten Sekunde zeigten sie den Spielerinnen des HSV, dass man, wie bereits im Nordpokalviertelfinale, mehr als eine Nummer zu groß ist. Über eine clever spielende Abwehr gelang es immer wieder einfache Bälle zu gewinnen und die in der Folge mit schnellen Gegenstößen unterzubringen. Nach 12 Minuten stand ein sicheres 10:1 auf der Anzeigetafel.

Das Spiel war im Grunde ein guter Aufgalopp. Denn mit dem MSV 90 kam nun ein unbequemer Gegner. Da dieser aber das erste Spiel verloren hatte, mussten die Magdeburgerinnen gewinnen, um noch in die Finalrunde zu schaffen. Doch wieder war es die Abwehr, die sich, wie schon im Ligarückspiel, gut auf den MSV-Angriff eingestellt hat und einfach Ballverluste provozierte. Im Angriffe führte Mandy Muth clever Regie und setzte ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene. Am Ende gewann man 6:4, was gleichzeitig der Einzug in die Finalrunde bedeutete. Man muss den MSV-Spielerinnen aber noch zu Gute halten, dass sie ohne Torfrau agierten und auch sonst, nicht im Vollbesitz der personellen Kräfte war.

Im letzten Vorrundenspiel musste man gegen den Gruppenfavoriten aus Niederndodeleben ran. Und dass diese Mannschaft gekommen war, um das Preisgeld und den Wanderpokal zu kassieren, merkten nun auch die Barleberinnen. Nach 3 Minuten sah man sich bereits mit 4:1 hinten. Doch kleine Korrekturen in der Aufstellung und nochmal das berühmte "Herz beim Schopfe packen", brachten die BHC-Spielerinnen wieder ins Spiel. Der Ausgleich beim 4:4, bei noch 5 Minuten Spielzeit ließ gar vom Gruppensieg träumen. Doch die TSVlerinnen zogen unbeirrt ihre Kreise und setzten sich am Ende verdient mit 9:5 durch.

Mit einer Niederlage als Gruppenzweiter in die Finalrunde. Damit musste man gegen den Gruppensieger aus der D-Gruppe ran. Und das waren die "MammaMia's". eine Mannschaft, welche vor einigen Jahren die "Töppen" an den Nagel gehangen hat um sich der Familie zu widmen. Doch dass die "Muttis" noch nichts verlernt haben, zeigten sie in ihrer Gruppenphase. Mit 3 Siegen aus 3 Spielen und einem Torverhältnis von 23:13 gingen sie als klarer Gruppensieger ins Viertelfinale. Und auch hier zeigte vor allem Marie Baumann, die am Ende des Turniers irgendwie der tragische "Held" wurde, dass sie nichts verlernt hat. Die Barleberinnen hielten sehr gut mit, waren phasenweise die bessere Mannschaft, schafften es aber nicht, das "Runde in das Eckige" zu befördern. Mami Baumann vernagelte den Kasten. Am Ende musste man sich mit 7:3 geschlagen geben, was einzig und allein der Chancenverwertung zuzuschreiben war.

Nun ging es im "Qualispiel" gegen den BSV 93 Magdeburg. Bei Sieg, spielt man um Platz 5, bei Niederlage um Platz 7. Ziel war es nach wie vor, so gut wie möglich abzuschneiden. Dementsprechend legten die Barleberinnen wieder los. Schnell konnte man sich ein kleines Polster erarbeiten (4:1), welches man sicher und souverän bis zum Ende beibehielt. Mit einem 8:5-Erfolg gelang der Einzug ins Spiel um Platz 5. Kurzer Schreckmoment kurz vor Ende des Spiels: Stefanie Schmidt wird bei einem Konter von der Seite und nur mit dem Ziel, den Gegenstoß zu verhindern bedrängt und stürzte dabei ziemlich heftig. Die guten Unparteiischen quittierten diese Aktion mit der Disqualifikation. Völlig zu Recht...

Im Spiel um Platz 5 wartete dann endlich mal ein unbekannter Gegner. Mit der HSG Neudorf/Döbeln, die am Ende die beste Torhüterin stellten, erwartete man einen Gegner, der in der Bezirksliga Leipzig aktiv ist und die Vorrunde hinter MammaMia’s auf den 2. Platz beendete. Im Viertelfinale unterlagen die Sachsen denkbar knapp mit 5:4 gegen den TSV Niederndodeleben. Und, es entwickelte sich ein spannendes Spiel, bei dem keine der beiden Mannschaften als Verlierer vom Feld gehen wollte. Doch wieder war es die Barleber Deckung, die erneut mit einer vorgezogenen Spitze viel Druck auf das Angriffsspiel der HSG machen konnte und immer wieder von technischen Fehlern profitierte. Die 2. Hälfte des Spiels gehörte dann fast ausschließlich den Barleberinnen. Während die HSG-Spielerinnen den Weg durch die Deckung suchten, konnten die BHC-Spielerinnen nun auch im Positionsspiel überzeugen. Schnelle Ballstafetten, klar herausgespielte Torchancen und endlich auch Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor brachten einen 7:4 Erfolg und damit den 5. Platz im Turnier.

Mit Platz 5 ist man die beste Mannschaft hinten den Sachsen-Anhalt-Ligisten von TuS Magdeburg (4.), Post SV (3.), TSV Niederndodeleben (2.) und MammaMia (1.). Hätte man im Viertelfinale etwas mehr Fortune gehabt, so wäre auch der Einzug ins Halbfinale drin gewesen. Und ist man erstmal im Halbfinale, will man natürlich ins Finale. Aber, hätte hätte Fahrradkette. Der 5. Platz bei einem gut besetzten Turnier zeigt, dass die Barleberinnen langsam aber sicher wieder zu alter Stärke zurück finden.

Zwei weitere Turniere werden die BHC-Damen noch bestreiten. Vom 14.06.-16.06. geht es traditionell nach Stralsund zum "Gorch-Fock-Cup", und 2 Wochen später findet der Abschluss beim HVSA-Sparkassen-Beach-Cup statt.

Für den BHC waren beim InsiderCup aktiv:

Gina Lindau, Sophie Brinkmann - Vanessa Uniewski, Sandra Schaarschmidt, Stefanie Schmidt, Mandy Muth, Stephanie Kobilke, Mareike Stadler, Anna Bogdahn, Amy Rodehau, Stephanie Blume, Mandy Feige, Judith, Sophie Gabriel