Nach dem Fiasko in Wernigerode vorige Woche, stand heute das Heimspiel gegen den HV Aschersleben auf dem Plan.

Wir hatten das Hinspiel in Aschersleben überzeugend gewonnen, da wir uns (mal) an die mahnenden Worte des Trainerteams hielten und ruhig spielten, ohne immer nur auf das gegnerische Tor zu ballern.

Diesmal standen die Vorzeichen ungünstig, ein sicheres Spielchen wurde nicht erwartet. Unsere Leistung in den letzten beiden Spielen, insbesondere letzte Woche, kann man auch als „nahe unterirdisch“ bezeichnen, außerdem fehlte Nick.

Also sind wir ohne große Erwartungen ins Spiel gegangen, nicht ohne die üblichen mahnenden Worte.

Wir versuchten eine normal 6:0 Deckung, mussten aber bald einsehen, dass die teils großen Spieler von Aschersleben uns dann aus dem Rückraum das Leben sehr schwer machten. Wir stellten auf Einzelmanndeckung um, das verschaffte uns etwas Luft. Kurz zusammengefasst, war die Deckung heute (wieder) ganz in Ordnung, nur die wohl vorhanden Corona – Angst verhinderte ein konsequentes Festmachen.

Im Angriff lief es nicht so gut, Aschersleben gab nicht zu viele Lücken preis. Aber (!!!) wir ballerten diesmal nicht. Wir spielten, kreuzten, kombinierten (manchmal) und konnten dann bis zum Kreis vordringen, und: verwarfen. Es war zum Haare raufen. Hundertprozentige Chancen wurde nicht genutzt. Leider traf aber Aschersleben in unser Tor.

Wir liefen daher ständig einem Rückstand hinterher, erst beim 8:11 kam Schwung in die Bude. Wir kamen mit einem Mal heran und schafften kurz vor der Pause den Ausgleich, erst 12:12, dann 13:13, aber die Nerven versagten, so dass wir mit einem (geringen) Rückstand (13:14) in die Kabine gingen.

Nach der Andacht ging es im steten Wechsel weiter, Aschersleben legte vor, wir glichen aus. In der Deckung und im Angriff leider nichts Neues.

Dann die 33. Minute. Unsere erste Führung mit 21:20! Ein sicheres Gefühl stellte sich aber nicht ein, wir brauchten bis zum 28:26, um mal zwei Tore vor zu sein. Nun standen noch anderthalb Minuten auf der Uhr, Aschersleben nimmt eine Auszeit, die wir nutzen, um kurz unsere Deckung umzustellen und besonders die fortwährend angegriffene rechte Seite etwas sicherer zu machen. Wir fingen noch ein Tor, Millisekunden vor dem Schlusspfiff noch ein Freiwurf von Aschersleben – zum Glück verworfen.

Ein knapper Sieg, aber 2 Punkte und mal wieder ein besseres Gefühl nach dem Spiel. Wollen wir hoffen, dass es auch den Jungmännern die Augen öffnete, dass ein ruhiges Spiel ohne sinnloses Ballern, wie im Egoshooter, eher zum Erfolg führt.

Der Barleber HC gewinnt gegen den HV Aschersleben mit 28 : 27 (13 : 14).

BHC Statistik
7m: BHC 3/4
gelbe Karten BHC: 2
2min Strafe: 1
rote Karte BHC: 0
Fehlwürfe: 17

Paraden
Niklas: 7

BHC: Niclas – Paul (3), Til (2), Jannik (3), Fritz (1), Dustin (4), Emil (5), Jonas, Ronny, Locke (10)