Nach 3 spielfreien Wochenenden und den Ferien ging es für uns am vergangenen Samstag zum ungeschlagenen Tabellenzweiten nach Gommern. Dass uns eine schwere Aufgabe bei einer sehr spielstarken Mannschaft erwarten würde, konnte man an den bisherigen Ergebnissen gut ablesen.

Und genau da wollten wir ansetzen. Mit viel positiver Motivation, dem Aufzeigen von kleinen taktischen Möglichkeiten richteten wir das Team aus und stimmten sie kämpferisch ein. Und der Plan ging 5 min. lang genau so auf. Wir waren von Begin an konzentriert auf der Platte - bissig in den Zweikämpfen, den gegnerischen Rückraum mit einer offensiven Manndeckung permanent unter Druck gesetzt und die Bälle gut verteidigt. Im Gegenzug nach der Balleroberung ein schnelles Umschaltspiel, den Ball über Kreuzbewegung an den Kreis gebracht und durch Aufsetzer den gegnerischen Torwart überwunden.
Die schnelle 1:0 Führung für uns nach nur 43 Sek. war das Ergebnis dessen. Die folgenden Minuten sahen spannend aus...ein abgewehrter Angriff von uns, ein abgewehrter Angriff von Gommern, ein Tor für Gommern, ein Tor für uns - alles versprach hier einen handballerischen Leckerbissen.
Doch nach knapp 5 gespielten Minuten wurde das Spiel verfahren. Der Trainer der Heimmannschaft wirkte sehr stark von außen auf das junge Schiedsrichter-Paar ein, forderte immer wieder Gelbe Karten und beschwerte sich über das Defensivverhalten der Barleber. Die Unsicherheit bei den Barleber Jungs und vorallem bei den Schiedsrichtern stieg minütlich.....und das tat unserem Spiel überhaupt nicht gut. Wir packten nicht mehr zu, trauten uns plötzlich nicht mehr den gegnerischen Spieler auch nur zu berühren, ließen uns in der Folge immer mehr hinten herausziehen und öffneten so immer mehr Platz, den die Gommeraner zu nutzen wussten. Vorne sah es ähnlich aus....es fehlte schlagartig die Bewegung, kein Kreuzen, keine Auftaktbewegung, Fehlpässe, die wiederum zu Tempogegenstößen führte. Nach 12 gespielten Minuten beim Stand von 3:9 folgte dann die fällig Auszeit. Wir versuchten auf die Jungs einzuwirken, sich nicht beeinflussen zu lassen und ihren guten Stiefeln vom Anfang weiterzuspielen. Doch auch eine personelle und taktische Änderung brachte nicht den nötigen Schwung. Mit einen 10Tore-Rückstand ging es in die Pause.
Die BHC-Jungs waren schon sehr geknickt und meckerten unentwegt über die Schiedsrichterentscheidungen. Was ich absolut nachvollziehen konnte, wurde doch ein und die selbe Aktion bei uns am Kreis mit Gelb und 7m gegen uns geahndet und am gegnerischen Kreis wurde weitergespielt, obwohl unser Spieler sich vor Schmerzen am Boden krümmte. Das unentwegte Einwirken von Außen auf die Schiedsrichter schien sich auszuzahlen.
Wir versuchten die Jungs aufzufangen - sie sollten Herz zeigen und Kämpfen, nach dem Motto "Jetzt erst Recht". Ihr Meckern würde die Schiedsrichter hier nicht umstimmen.

Kleine taktische Anpassungen gaben wir ihnen mit zurück auf die Platte. Doch man merkte, dass mental das Loch schon zu groß war. Es gelang uns zwar in der Offensive wieder mehr Zug zum Tor zu bekommen, scheiterten jedoch immer wieder am großen und reaktionsschnellen Torhüter der Heim-7. Obwohl die Maßgabe war, die Bälle flach als Aufsetzer zu werfen, landeten alle Bälle an der Hand oder seinem Oberarm. In der Defensive zeichnete sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit - der Gommeraner Rückraum machte den Auftakt, die BHC-Abwehr stürmte viel zu ungestüm heraus und öffnete so die Gefahrenzone.
Am Ende verlieren wir dieses Spiel verdient gegen den SVE, der heute einfach eine Nummer zu groß war. Der Ergebnis jedoch fällt mit 32:12 deutlich zu hoch aus und spiegelt nicht den Leistungstand wieder. Einen großen Anteil am Ergebnis haben heute die mehr als fragwürdigen Entscheidungen des jungen Schiedsrichterpaares - natürlich fängt jeder mal klein an. Dennoch müssen Sie lernen, IHRE Linie durch zu pfeifen und sich nicht von Außen einseitig beeinflussen zu lassen.

Der Wunsch, an diesem Tag einen "Großen" ärgern zu können, wurde vorerst nicht erfüllt. In den nächsten Wochen heißt es weiter zu arbeiten, an der Technik zu feilen, die Fehler zu analysieren und an der Körpersprache zu arbeiten. Verlieren kann man, hängen lassen darf man sich aber nicht.
Um die Motivation zu fördern und einen kleinen Impuls zu setzen, plant das TrainerTeam in einer der nächsten Trainingseinheiten auf die Unterstützung des ehemaligen SCM-Spieler Fabian von Olphen zurückzugreifen. Er wird mit den Jungs eine Trainingseinheit durchführen und einen Einblick in die große Handballbühne gewähren.

#BHC - da erlebst du was!!!

BHC: Paul - Adrian, Ben (2), Malte, Nick (1), Neo (4), Marlon (2), Romeo (1), Max (1), Florian, Diego (1)