…doch leider hat es am Ende nicht ganz gereicht und das Ergebnis von 26:14 täuscht etwas über das Stärkenverhältnis und den Spielverlauf hinweg – aber der Reihe nach.

Zum dritten Spieltag der Rückrunde ging es für uns zum FSV 1895 Magdeburg, dem Tabellenzweiten der Liga. Im Hinspiel musste man viel Lehrgeld zahlen und lag nach 10 Minuten schon 10:0 zurück - das Spiel war früh entschieden. Das durfte heute nicht passieren und darauf wiesen die beiden Trainer ihre Jungs auch hin. Das Ziel war formuliert, die Jungs motiviert – es sollte genauso so kommen, wie erhofft.

Die ersten Minuten wirkten beide Mannschaften etwas nervös und so dauerte es fast bis zur 3. Minuten, bis wir 1:0 in Führung gehen konnten, die Freude währte allerdings nur kurz. Nach 8 gespielten Minuten lagen die BHC Jungs mit 4:1 hinten und eine Auszeit war die richtige Konsequenz. Eine taktische Umstellung und ein paar Tipps für den weiteren Weg, sollte uns zurück ins Spiel bringen.

Unser wiedermal glänzend aufgelegte Torwart half in dieser Phase des Spiels seiner Hintermannschaft mit starken Paraden. Die Jungs nahmen jetzt Fahrt auf und kämpften sich nach 12 Minuten auf ein 5:4 ran. Jetzt wurden die Magdeburger nervös und auch der Heimtrainer nahm eine fällige Auszeit, denn er sah, wie die Barleber Handballer hier als „David“ den „Goliath“ ärgern konnten. Die BHC-Jungs waren noch nicht satt - im Gegenteil – sie kamen erneut mit Schwung zurück auf die Platte. Bei einem Tor des FSV antwortete der BHC ebenfalls mit einem Tor...6:6, 7:7, 8:8...was für eine Spannung nach 18 gespielten Minuten. Jetzt wollten die Jungs mehr und vergaßen in aller Euphorie ein wenig den taktischen Rückzug und so ging man dann doch mit einem 8:11 Rückstand in die Halbzeit.

In der Halbzeitansprache ging es nur um Lob, die Jungs hatten eigentlich so gut wie alles richtig gemacht. Wir klatschten uns ab, wie hauten uns auf die Schultern, wir sprachen uns weiter Mut zu – der Teamgeist war gefühlt so hart wie Stahl. Die Jungs hatten allen Grund hier stolz auf sich zu sein. Das Trainerteam appelliert noch einmal, sich hier 20 Minuten reinzuhängen mit Leidenschaft und Willen.

Auch die zweite Halbzeit begann wie die Erste endete. Einen offenen Schlagabtausch konnten die Zuschauer hier sehen und die mitgereisten Barleber Eltern spürten, dass ihre Jungs hier noch einmal Unterstützung brauchten. Anfeuerungsrufe, Klatschen, Jubelschreie und eine große Trommel sorgten für Gänsehautstimmung, von der auch die Schiedsrichter und die heimischen Eltern beeindruckt waren.

30 Minuten dauerte es bis die Fermersleber leider ein Rezept gegen unsere schnellen quirligen Spieler gefunden hatten. Die Räume waren am Kreis plötzlich nicht mehr so groß, die Zweikampfhärte nahm zu und auch hinten fehlte jetzt die nötige Konsequenz am Mann. Man merkte, dass die Jungs dem hohen Tempo und dem starken Kampf der ersten Halbzeit jetzt nachgeben mussten. Auch eine Auszeit, um noch einmal Luft zu tanken und kurze Motivationsimpulse zu setzen, brachte nicht mehr den Erfolg zurück. In der Rückwärtsbewegung fehlte die Spritzigkeit und das wussten die Magdeburger zu bestrafen. Schnelle Tempogegenstöße und ein jetzt auch sicherer Abschluss sorgte für eine doch deutlich Führung. Die Luft war raus und so mussten wir uns nun doch deutlich geschlagen geben. Der Sieg des FSV geht am Ende in Ordnung, fällt aber dennoch etwas zu hoch.

Die Mannschaft ist über die vielen Wochen gereift und hat sich toll entwickelt. Und wir haben die Erkenntnis erlangt, dass wir in der Lage sind, auch die Großen zu ärgern. Jetzt heißt es wieder Kräfte auftanken und die vielen positiven Dinge mitnehmen, denn schon am kommenden Samstag geht es im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn BSV 93 Magdeburg II um den Anschluss an die Spitzengruppe.

#BHC – da erlebst du was!

BHC: Paul (20 Paraden) - Adrian, Ben (4), Malte D., Nick, Neo (4), Marlon, Max (4), Florian (2), Malte H., Romeo