Und schon ist alles wieder vorbei, unsere erste Landesmeisterrunde ist pünktlich zum Aschermittwoch bereits Geschichte.

Gefühlt war das Spiel zur endgültigen Qualifikation gegen Oebisfelde gerade erst gestern, denkbar knapp hatten wir die den Einzug in die Endrunde der besten 8 Mannschaften unseres Bundeslandes geschafft.

Voller Tatendrang waren wir am 14. Dezember kurz vor Weihnachten in dieses Abenteuer gestartet, nicht wissend, wo wir uns leistungsmäßig in diesem Teilnehmerfeld befinden. Nur eins war uns klar: die Gegner werden auf einem deutlich höheren Niveau spielen, als wir das aus der Nordliga gewöhnt waren und wir wollten zeigen, dass wir zu Recht an dieser Endrunde teilnehmen.

Gleich das erste Spiel ging gegen Union Halle Neustadt, eine Topadresse im Damenhandball Sachsen-Anhalts. Und trotz des Ausfalls unserer Topscorerin startetet wir mit einer knappen Heimniederlage. Aber hey, 23:25 war ein absolut achtbares Ergebnis und zeigte uns, dass wir mithalten können. Mit etwas Glück wäre auch mehr drin gewesen.

Kurz nach dem Jahreswechsel ging es dann ins Harzvorland, wo wir uns gegen eine sehr junge Halberstädter Mannschaft letztlich deutlich mit 14:28 durchsetzen konnten. Aber der Sieg war alles andere als souverän. Nach einer von vielen Unkonzentriertheiten, technischen Fehlern und fehlendem Einsatz geprägten ersten Halbzeit half am Ende nur eine deutliche Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt. Wir hatten die gute Form aus dem Dezember leider nicht ins neue Jahr retten können. So musste also die Trainingsintensität deutlich gesteigert werden, um die folgenden Aufgaben erfolgreich gestalten zu können.

Und das gelang eindrucksvoll im dritten Spiel. Wieder hieß der Gegner Oebisfelde und wieder gab es leider keine Punkte für uns. Aber das 22:24 war gegen den späteren Landesmeister ein wirklich gutes Resultat.
 
Im vierten Spiel ging es mal wieder in die Landeshauptstadt zum HSV und dieses Spiel sollte es wahrlich in sich haben. Am Ende verloren wir nicht nur das Spiel mit 36:26, sondern auch unsere Torhüterin Emma mit einer Schädelprellung sowie Toptorjägerin Pommes mit leichter Gehirnerschütterung. Diese Ausfälle waren am Ende nicht zu kompensieren.

Die nächste Begegnung hielt dann wieder das gute Ende für die BadGirls bereit mit einem knappen 27:26 gegen die Mädels aus Kühnau/Dessau. Aber auch das Spiel war wirklich nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Lagen wir bereits zur Halbzeit mit 9:15 hinten, so besserte sich das auch in der zweiten Hälfte zunächst nicht. In der 35. Minute lagen wir immer noch mit 14:20 hinten. Dann aber passierte etwas, was wohl keiner so schnell vergisst. Mit unglaublichem Willen, absolutem Teamgeist und dem notwendigen Wurfglück kämpften sich die Mädels an die Gegnerinnen Tor um Tor heran, um in der 42. Minute auszugleichen zum 21:21 und keine 2 Minuten später zum ersten mal in Führung zu gehen. Diese gaben die Mädels dann nicht mehr ab und entschieden diesen Handballkrimi am Ende knapp zu Gunsten des BHC!

Zur vorletzten Partie gastierten dann die Mädels des HV Wernigerode in der Mittellandhalle. Dieses Spiel war dann wieder eine deutliche Angelegenheit für die BadGirls. Am Ende hieß es 32:19 und mit einer etwas konzentrierteren Spielweise hätte dieser Sieg auch noch deutlicher ausfallen können, denn das 14:11 zur Halbzeit war alles andere als souverän. Viel ärgerlicher war allerdings der verletzungsbedingte Ausfall unserer beiden Aufbauspielerinnen Maria und Pommes, hatten wir doch ohnehin schon 2 Verletzte. Zum Glück stellten sich die Verletzungen als weniger schwerwiegend als befürchtet heraus, aber doch trübte das den Sieg etwas.

Vor dem letzten Spiel lagen wir mit 6:6 Punkten auf dem vierten Platz vor Köthen, die punktgleich einen Platz hinter dem BHC rangierten. Es war also wieder mal angerichtet zu einem Showdown. Und eigentlich freut man sich ja auf solche Spiele. Aber irgendwie sollte daraus nichts werden. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Maria, Pommes und Lilli geschwächt schienen die BHC Mädels regelrecht  Angst zu haben auf der Platte. Eigentlich gab es gar nichts zu verlieren, wir spielten eine gute Rolle unter den besten Mannschaften Sachsen-Anhalts und konnten diese Meisterschaftrunde mit einem Sieg oder Unentschieden auf dem vierten Platz abschließen. Aber leider verließ die BadGirls bereits vor dem Anpfiff der Mut und ohne wirkliche Gegenwehr gingen wir mit 25:12 baden. Die höchste Tordifferenz, das schlechteste Spiel der Runde, das war unnötig und doch sehr ernüchternd. Aber gut, Haken dran, wir sind am Ende die fünftbeste Mannschaft unseres Bundeslandes und können durchaus stolz darauf sein. Wenn wir es schaffen, Konstanz in die Leistungen zu bringen und die Einstellung in Training und Spiel zu verbessern, dann ist für die Zukunft noch viel mehr möglich… Spiele wie gegen Kühnau/Dessau oder Union Halle haben das gezeigt. Auf geht`s, die Nordliga wartet schon….