Diese ersten 11-Spielminuten hatten sich die Bördedrachen des TSV Niederndodeleben am vergangenen Samstag in der Barleber Mittellandhalle sicherlich anders vorgestellt.

Denn beim Duell 3. gegen den 10. der Nordligatabelle sind die Fronten eigentlich geklärt. Zumal die Mannschaft aus Niederndodeleben mit Emily Baldung (121 Saisontore) und Alena Ruddat (100) zwei wurfstarke und torgefährliche Spielerinnen in ihren Reihen hat und das BHC-Team durch den verletzungsbedingten Ausfall von Fabienne Baake auf der Rückraumposition geschwächt antreten musste.

Aber meistens kommt es anders, als man denkt – zumindest zu Beginn der 1. Halbzeit.

Erstaunlicherweise fanden die BHC-Ladies recht gut in die Heimpartie und gingen gleich zweimal hintereinander frech und selbstbewusst in Führung (1:0; 2:1). Offensichtlich mit ihrer Mannschaft nicht zufrieden, nahm dann die Gästetrainerin beim Stand von 2:2 schon in der 4. Spielminute ihre erste Auszeit, um eine Feinjustierung ihrer Mannschaft durchzuführen. In der kleinen Pause am Seitenrand brauchte dagegen das BHC-Trainergespann nur wenig Worte, um die Mädels zu motivieren:  - „… so weitermachen und den Gegner weiterhin nicht ins Spiel kommen lassen! 

Natürlich zeigten die Gäste nach der Auszeit eine Reaktion auf dem Spielfeld und gingen durch zwei schnelle Tore mit 2:4 in Führung. Aber auch das konnte unsere Mädels vorerst nicht beeindrucken, weshalb der Anschlusstreffer zum 3:4 auf dem Fuße folgte. Erst nach der ersten Drei-Tore-Führung der Gäste (3:6) in der 10. Spielminute bat dann auch das Trainergespann Mertens/Richter zur Feinjustierung an die Seitenlinie. Und diese kurze „Besprechung“ zeigte dann auch mit einem Barleber Doppelschlag auf der Platte Wirkung(4:6; 5:6). Diese gute Anfangsphase der Heimsieben war so nicht erwartet worden und zeigte, dass auf allen Positionen um den Ball und um jeden Meter Raumgewinn gekämpft wurde.

Aber dann ab der 12. Spielminute zeigten Emily Baldung und ihr Team mit einem 5-Tore-Lauf den Barleberinnen ihre Grenzen auf (5:11). Da waren sie wieder: die unzureichende Zuordnung zur Gegenspielerin, der Begleitservice für die gegnerische Ballführerin und das langsame Umschaltspiel der Heimmannschaft. Die Seiten wurden dann nach 20 Minuten beim Stand von 7:12 gewechselt.

Das Kabinengespräch fiel dann auch aufgrund der starken Barleber Anfangsphase recht positiv aus.

Die zweite Halbzeit sollte eine Herausforderung und Bewährungsprobe für unsere Caitlyn werden, da sie als gute Kreisspielerin erstmals ihre „Feuerprobe“ auf der linken Rückraumposition gab. Erstmalig gelang es der Mannschaft in der 24. Spielminute, Caitlyn in aussichtsreiche Wurfposition zu bringen, die sie auch mit einem Tor zum 9:14 nutzte. Auch in Folge gelangen über die neu besetzte Rückraumposition mehrere Treffer (11:19; 12:19; 14:22), die zur Barleber Ergebniskosmetik beitrugen.

Im Abwehrverbund ließ die Barleber Mannschaft leider dem Gegner zu große Lücken, sodass dieser regelmäßig zu einfachen Toren kam und so die Führung immer wieder ausbauen konnte.

Am Ende besiegten die Bördedrachen aus Niederndodeleben in einem fairen Spiel die kleinen BHC-Ladies mit 14:25.

Aus Sicht des Barleber Trainergespannes war es dennoch eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung des BHC-Teams. Man konnte sehen, dass jeder auf seiner Position gekämpft und alles gegeben hat.

In diesem Sinne - wir wollen mehr von diesen ersten 11 Minuten, die uns die Mädels am Samstag gezeigt haben.

Spielerinnen: Maya, Fee, Lina, Mikkeline, Carolin, Yasmin, Lucie, Laura, Alexa, Sarah, Lena, Josefine, Caitlyn, Eve,

Betreuerinnen: Fabienne, Jolina