Nachdem die wD-Jugend bereits am letzten Märzwochenende das Gebiet des Elbe-Havel-Kanals erkunden und sich dabei auch eine unerwartete Niederlage beim Güsener HC (18:12) abholen durfte, ging es am letzten Samstag ein paar Kilometer weiter zum SV 90 Parey/Elbe.

Auf das Team des Barleber HC wartete dann sogleich der Tabellenzweite der Nordliga in einer stimmungsvollen und lauten Halle. Das Team von Sportfreund Golz aus Parey war in dieser Spielsaison, trotz des kleinen Kaders, mit 17 Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage bisher recht erfolgreich und steht nicht umsonst auf dem 2. Platz dieser Liga.

Der Torgefährlichkeit der Heimsieben bewusst, wollten die BHC-Mädels zumindest ihr Verhalten in der Manndeckung/Zuordnung bei diesem Auswärtsspiel den mitgereisten Fans und Eltern besser vorzeigen. Aber mit einem schnellen Tempo- und Umschaltspiel und dem dazugehörigen 4-Tore-Lauf innerhalb der ersten vier Minuten zeigte Parey ganz klar, dass es für die Barleberinnen hier nichts zu holen gab. Die gastgebende Mannschaft dagegen störte das Aufbauspiel der Gäste von Beginn an und zwang dadurch unsere Mannschaft regelmäßig zu Fehlern. Und wenn die BHC-Mädels dann nach einigen guten Ideen und Zuspielen aussichtsreich vor dem Pareyer Tor erschienen, warf man, wie auch in Güsen, die heimische Torfrau „berühmt“. Die Wurfgenauigkeit beim Abschluss war bei diesem Spiel nicht der Freund der Barleberinnen. Zum Ende der 1. Halbzeit war der Heim-Express bereits auf 18:5 enteilt.

Auch in der 2. Halbzeit musste der BHC gleich wieder in den ersten sechs Minuten einen 4-Tore-Lauf hinnehmen und verkraften. Denn auch die Barleber Raumdeckung stand mit größeren Lücken an der Freiwurflinie, sodass die „Golz-Sieben“ zu einfachen Toren kam. Das Barleber Angriffsspiel lief dagegen leider nicht, wie vorgegeben, über alle Positionen und war regelmäßig zu statisch und zu ideenlos. Es wurde zwar regelmäßig versucht, die zuvor trainierten Laufwege (Auslösehandlungen) umzusetzen, nur scheiterte man regelmäßig am Timing oder an der gut stehenden Raumdeckung der Heimmannschaft. Dass man aber auch den Gegner kurzzeitig unter Druck setzen konnte, zeigen die drei Tore in Folge, die die BHC-Mädels in der 28. – 30. Spielminute erzielen konnten (22:7; 22:8; 22:9). Erfreulich auch, dass man bei Freiwürfen immer wieder versuchte, die Abläufe aus dem Training umzusetzen.

Zum Schlusspfiff  hatten die Mädels vom Elbe-Havel-Kanal dann einen 26:9-Sieg auf der Anzeigetafel zu stehen.

Der gesamten BHC-Mannschaft kann man dennoch großen Respekt zollen, da sie wiederholt gekämpft und alles versucht hat, sich gegen den Elbe-Havel-Express zu wehren.

Spielerinnen: Maya, Lucie – Fee, Jette, Caitlyn, Josefine, Lena, Lina Sophie, Alexa, Lina, Fabienne, Florentine, Yasmin

Betreuung: Mikkeline